Kenia Ausflüge – Teil II.

Bevor ich zu Kenia Ausflüge komme, möchte ich ein paar Worte über die Thema Garderobe verlieren.

Thema Garderobe

Nun haben sicher schon einige gelesen, was man auf der Safari soll oder nicht, was man anziehen sollte usw. Überall wird man dann lesen: feste Schuhe, am besten knöchelhoch; lange Ärmel; lange Hosen. Das ist Quatsch!
Man sollte entsprechend dem Programm die Garderobe wählen: sollte man also tatsächlich in Wälder kommen und auch aussteigen, dann ist sicher sinnvoll. Aber man steigt normalerweise nicht aus dem Auto aus, kann also durchaus kurze Hosen und Tops tragen. Bei Frühpirschen ist eine lange Hose sinnvoll, auch eine Strickjacke, denn es kann durchaus kalt werden.

Abends wird in Restaurants gepflegte Kleidung verlangt. Männer sollten lange Hosen tragen und keiner sollte Badelatschen tragen. Unser älteres Ehepaar hatte auf die Reiseführer gehört und fast nichts Kurzärmeliges mit. Dies kann zum Problem werden, da es ja sehr warm ist. Die Wärme wird nach einigen Tagen erträglicher, denn man fährt immer höher. Wir waren z. T. auf 2200 m hoch, da wird es nachts kalt, die Luftfeuchtigkeit hört auf.

Ausflüge

Also, zum Thema Kenia Ausflüge…
Im Tsavo sahen wir die ersten Löwen. Ganz nah…
Am nächsten Tag gibg es zum Amboseli. Hier ist der Boden grauer Sand. Und es staubte, was das Zeug hielt! Meine Digicam hatte starke Probleme mit dem Staub. Wenn man sie nicht braucht, sollte man sie wegräumen. Es ist besser. Es gibt nur ein Problem: Man braucht Camera & Co. ständig! Auch hier gab es soviel zu sehen. Man sieht außerdem, wie überall, daß es teilweise seit 3 Jahren nicht mehr geregnet hat. Gras gab es fast keines (es ist im Amboseli eh sparsam) und die Büsche und Bäume waren teilweise vertrocknet. Entsprechend sahen wir während der ganzen Safari viele Kadaver, die einfach verhungert waren. Viele tote Rinder der Massai, aber auch viele gerissene Tierreste. Es ging am Aruba-Damm vorbei Richtung Ol Tukai Safari Lodge.

Der Aruba-Damm ist ein riesiges Wasserloch, an dem man eine Artenvielfalt beobachten kann, die einfach unbeschreiblich ist. Elefantenherden, Zebras, Antilopen, im Wasser Nilpferdrücken, dazwischen Kronenkraniche, Reiher, Marabus und Geier…
Unser Fahrer erzählte von Ereignissen in den Wochen vorher. Hier wußte er von einem Kollegen, daß sich ein ganz kleines Elefantenbaby zu weit ins Wasser gewagt hatte, versunken ist und von Mutter und Tanten heraus bugsiert werden mußte und es Gott sei Dank auch schaffte! Sie liegt neben der Amboseli Serena Lodge, in der wir vor 10 Jahren waren. Witzig.

Es war sehr windig und in der Ferne sah man riesige Staubwolken, die man leicht für Feuer und Rauch halten konnte. Es war ein ständiges Peeling. Den Kilimanjaro konnte man nur erahnen, er war hinter “seinem” Wolkenband. Am nächsten Morgen hieß es Frühpirsch. Das bedeutet, 5.30 h aufstehen, 6.15 h Abfahrt. Frühstück gibt es erst danach, gegen 8.30 h!
Aber es lohnte sich. Der Sonnenaufgang ist herrlich, der Kilimanjaro klar zu sehen. Was um 8 h schon wieder vorbei war. Es ist der höchste Berg Afrikas (5895 m) und mit 2 weiteren ein Vulkan. Der Gipfel ist der Kibo. Er befindet sich in Tanzania, gehörte aber früher zu Kenia. Königin Viktoria hat ihn ihrem Neffen, Kaiser Wilhelm, geschenkt. Man kann ihn in 5 Tagen mit guter Kondition ohne besondere Ausrüstung besteigen.

Wir konnten die Postkartenbilder machen: “Elefant vor Kili”… Inzwischen hatten wir die beiden anderen Paare auch etwas kennen gelernt. Wir passten gut zusammen und verstanden uns auch gut. Das ist wichtig, denn man hängt 5 Tage lang den ganzen Tag zusammen. Wir saßen beim Essen zusammen, bestellten Wein zusammen und verstanden uns prima.

Nairobi

Am 3. Tag ging es nach Nairobi ins Safari Club Hotel. Das ist ein ganz normales Hotel, welches damit wirbt, daß alle Zimmer Suiten sind und es das einzige Hotel mit nur Suiten ist. Wenn man nach Nairobi kommt, ist es, als wenn man in eine andere Welt kommt. Alles ist modern, die Autos sehen aus wie Autos, die wir kennen und die nicht gleich auseinander fallen… Man sieht gut gekleidete Geschäftsleute mit Handy am Ohr, man sieht Tankstellen mit Traumpreisen (1 l Super ca. 75 KSh, also etwa 1 €!!) Man sieht Computergeschäfte… Alles sehr modern und wir freuen uns, so etwas zu sehen. Es ist erstaunlich, aber man sehnt sich nach Zivilisation!
Ein Blick auf mein Handy zeigt mir, das es Netz hat. Dies ist nicht normal in Kenia. Hier sehen wir an jeder Ecke diese Sendemasten, dort nur an großen Ansiedlungen. Ich hatte bei Debitel zwar Roaming angemeldet und auch CELTEL als Anbieter gefunden, aber es ging fast nie. Naja, mein Handy funktioniert auch als Wecker. Wer unbedingt erreicht werden muß, sollte Alternativen suchen: Hotels…
So, das wars mit Safari und Kenia Ausflüge. Hoffe, hat euch mein Bericht gefallen…

Falls verpasst, hier geht es direkt zum: Kenia Safari – Teil I.