Kenia Safari – Teil I.

Unendliche Weiten:

Das stimmt wirklich. Im Grunde kann man Kenia und Afrika allgemein nicht beschreiben. Man kann es nicht in Worte fassen. Dieses Land ist so überwältigend, daß man einfach selbst dorthin fahren (fliegen) muß, um es zu begreifen! Es ist einfach irre!
Ich kann also überhaupt nicht verstehen, wie man dorthin fliegen kann, um nur am Strand zu liegen. Zum einen kann man das auf “Malle & Co.” schneller und vor allem billiger haben. Und zum anderen ist Afrika einfach “Safari, Rundreise, Erlebnis…”.
Es ist ein großer Zoo, wenn man so will. Ich sollte die 80 % Luftfeuchtigkeit noch erwähnen. Die trifft einen sofort, wenn man aus dem Flieger in die Gangway geht, denn diese ist nicht richtig verschlossen. Der Flughafen ist ebenfalls offen, so daß Klimaanlagen nichts bringen. Ventilatoren durchmischen die Wärme nur gleichmäßig.

Und es nutzt ja auch nichts, man hat es nicht anders gewollt! Und sogar dafür bezahlt. Man sollte nur seine Garderobe entsprechend wählen: hier ist Winter. In Afrika mehr als Sommer. Also Zwiebel- oder Lagenlook, wie man es auch nennen möchte. Dazu sollte eine lange Hose gehören, welche man in eine kurze verwandeln kann, eine Zip-Off-Hose. Evtl. sind auch die Sandalen schon im Handgepäck.

Denn die Hitze ist mörderisch und durchaus geeignet, kreislaufschwache Personen in die Waagerechte zu schicken! Dies sollte man auch berücksichtigen, wenn man zum 1. Mal in diese Gegend möchte. Wer nicht in die Sauna darf, sollte es überdenken. Ihr werdet jetzt sagen, “was hat Afrika mit Sauna zu tun?”. Viel, glaubt es mir!
Man sollte also mit seinem Arzt sprechen. Den sucht man ohnehin auf, der Impfungen wegen. Kurz sollte auch die Thrombose erwähnt werden, schließlich sitzt man mindestens 8 Stunden im Flieger. Evtl. nutzt man Spritzen, oder blutverdünnende Medikamente wie Aspirin.
Es folgte Bürokratie. Antrag auf das Visum, welches man auch vorher über das Konsulat bestellen kann, was aber teurer ist. So haben wir für uns beide 50,- $ bezahlt. Das dauerte relativ lange, da es nur 3 Beamte gab für alle Passagiere. Wieviele? 350 oder so…
Und in Afrika geht alles “Pole, Pole…” “Langsam, langsam…”. Wegen der Hitze auch durchaus verständlich.

Dann ging es zum Gepäckband. Für mich sehr aufregend. Warum, liest man nun. Wir sind mit der Bahn von hier nach Düsseldorf, per Flieger nach Frankfurt und weiter nach Mombasa. Das Gepäck wurde in D’dorf gleich mit allen Strichcodes versehen zur Weiterreise nach Mombasa. Wir sahen es in Frankfurt nicht wieder. Ich war sehr skeptisch, daß alles klappt! Aber oh Wunder, Dank an die Technik, Preisung des Reisegottes…… Es kam alles fröhlich im Kreis auf dem Band an.
Prima. Nun ging es mir besser. (Außer, daß es immer noch warm war!)

Zollkontrolle:

Man wollte wissen, ob wir Geschenke mitbringen? Nein, wir machen Kenia Safari – war die Antwort. Was wir an Elektroartikeln einführen? Digitale Kamera, Camcorder, Handy. Der Camcorder interessierte, denn es wird in den Pass eingetragen. Endlich standen wir in der Flughafenhalle. Welche keine Türen besitzt und ringsherum offen ist. Sehr luftig. Bringt aber nix… Wir schwitzen weiter.
Am Neckermann-Schalter bekamen wir weitere Informationen. Nach mehr als 9 Stunden ohne Zigarette war mein Mann erleichtert, endlich wieder eine ihrem Zweck zu führen zu können! Als wir beim Safari-Bus ankamen, war es inzwischen hell, die Sonne kam hoch. Es wurde wärmer.

Nun ging es auf Safari:

In Kenia ist Linksverkehr. Das ist schon etwas gewöhnungsbedürftig. Aber da wir nicht fahren mußten und es auch nicht wollte, schließlich hatten wir Kenia Safari Urlaub, ist es okay. Schwierig dürfte es für uns werden, wenn wir in einen Kreisverkehr einfahren, nachts mit weiter entferntem Gegenverkehr (“Hoffentlich ist der auf der richtigen Spur!”) und beim Abbiegen.
Mombasa ist eine Metropole. Hier ist ein enormer Autoverkehr, ohne Hupe geht nichts. Dazwischen alle möglichen Nationalitäten. Hier ist der größte und einzige Seehafen Ostafrikas. Dementsprechend viele LKW mit Seecontainern waren zu sehen. LKW, wie es hier niemals geben würde, außer im Museum. Man sah wohl auch neue Modelle von Daimler, Renault u. a., aber mehr waren Leyland-LKW “mit Schnauze” vertreten. PKW waren ebenfalls teilweise sicher nicht mehr unserem TÜV-Standard entsprechend… Aber sie fuhren.

Die Straßenverhältnisse sind schlecht. Und damit meine ich wirklich schlecht! Wenn wir hier über unseren winterlichen Schlaglöcher jammern, kann man nur über sie lachen, wenn man einmal in Kenia war!
Von Mombasa führt die A 109 über Nairobi nach Uganda. Diese wurde erst kürzlich neu gebaut, von der STRABAG Deutschland, und eröffnet. Eine ebenso ausgebaute Straße ist die A 104, die Uganda über Nairobi mit Tanzania verbindet. Es gibt überall eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 80 km/h. Meistens kann man aber eh nicht so schnell fahren, es scheitert am Verkehr oder an dem Zustand der Straßen – und das kann man uach “Kenia Safari” nennen… 😉
Wir kamen zum 1. Nationalpark, dem Tsavo Ost. Die Parks haben Eingänge und Ausgänge, die die Wagen passieren müssen. Es muß mit einer Magnetkarte Eintritt bezahlt werden, außerdem wird das Fahrzeug eingetragen und bei Ausfahrt wieder ausgetragen.

Im Tsavo ist der Boden roter Lehm. Dementsprechend wird man rot eingestaubt. Elefanten sind im Tsavo ebenfalls rot, da sich ja bekanntlich einstauben, um Insekten abzuwehren. Wir kamen zur Voi Safari Lodge. Wir waren alle ziemlich k.o. Wir waren noch 2 Paare, von denen die älteren ebenfalls morgens angereist waren und die anderen vom Strandhotel kamen.

Und hier geht es direkt zum: Kenia Ausflüge – Teil II.