Kuren, Beauty & Wellness in Ungarn

Weisser Dampf wabert geheimnisvoll durch den Wald. In der Luft liegt ein leichter Schwefelgeruch. Wenn sich die Dampfschwaden etwas lichten, sieht man plötzlich einen See heilkräftigen Wassers, der aus einem 40 Meter tiefem Krater gespeist wird. Malerisch eingebettet in das Naturschauspiel sind die typischen Badehäuser mit Spitztürmchen und auf Pfählen gebettete Holzbrücken.

All das findet man im ungarischen Thermalkurort Heviz, der etwas ganz Besonderes für gesundheitsbewusste Menschen bietet – den grössten und heilkräftigsten Warmwassersee Europas. Der Thermalsee ist fast 5.000 m² gross und wird aus dem Inneren der Erde auf 33 bis 35° C erwärmt (im Herbst und Winter ist die Temperatur je nach Wetter etwas niedriger).

Was vor langer Zeit schon den Römern und Hunnen gut tat, fasziniert noch heute die Menschen, die aus der ganzen Welt nach Heviz kommen, um in diesem „Jungbrunnen“ etwas für ihre Gesundheit zu tun. Alle Arten von Rheuma, Gelenksentzündungen, Unfallverletzungen und Herz-Kreislauferkrankungen reagieren positiv auf das heilkräftige Thermalwasser mit seinem hohen Anteil an Schwefel und Kohlensäure. Hier kommt aber auch jeder auf seine Kosten, der kein aktuelles Gesundheitsproblem hat und einfach entspannen und geniessen möchte.

Der Thermalsee von Heviz ist auch vom nahen Städtchen Keszthely aus gut zu erreichen. Wer nicht nur Gesundheit, sondern auch Kultur und Flair „tanken“ will, ist hier genau richtig. Keszthely mit fast 24.000 Einwohnern ist der am dichtesten besiedelte Ort am Plattensee und zudem sehr reich an Traditionen. Die Stadt stellt mit Recht die Forderung, die “Hauptstadt des Plattensees” zu sein. Berühmt und bestimmt einen Ausflug Wert ist das Schloss Festetics aus dem 18. Jahrhundert, eines der prachtvollsten Schlösser in Ungarn.

Wer Skurrilitäten mag, kommt in Keszthely ebenfalls auf seine Kosten. Denn hier befindet sich das berühmte ungarische „Schneckenparlament“: Ein weltweit einzigartiges, sieben Meter langes und 2,5 m hohes Modell des Budapester Parlaments, erbaut aus 4,5 Millionen Schneckenhäusern des Plattensees. So viele Schnecken brachten den Eintrag ins Guinness Buch der Rekorde.