Reisebericht aus Bali – Amed Teil I.

Am 31. August starteten wir dann ab Frankfurt, drei Urlaubswochen lagen vor uns. Zunächst ging es bis nach Singapur, dort hatten wir drei Stunden Aufenthalt. Aber in dem Flughafen ist es kein Problem, sich die Zeit zu vertreiben. Es war zwölf Jahre her, dass wir über Singapur nach Australien geflogen sind und wir konnten nur staunen, was sich alles verändert hat. Dann kamen wir in Denpasar an, wo wir von einem Fahrer unseres Hotels abgeholt werden sollten. Wir haben diese Art des Transfers schon öfter organisiert und es hatte bisher problemlos geklappt.
Wir hielten eine zeitlang Ausschau nach jemand, der ein Schild mit unserem Namen hat, aber es wurde uns klar, dass niemand da war, um uns abzuholen. Dann sprach uns ein freundlicher Taxifahrer an, wir schilderten ihm unsere Lage und er ließ uns noch durch die Flughafeninformation durchrufen. Als sich danach niemand meldete, baten wir ihn, uns zu einem Hotel zu bringen. Wir tauschten schnell noch etwas Geld und dann ging es los. Er fuhr uns zu einem Hotel in Kuta, wir wurden dort freundlich empfangen und unser Eindruck war sehr positiv. An der Hotelbar konnten wir uns erst mal mit einem kalten Bier erfrischen, unser Zimmer war in Ordnung und wir konnten eine angenehme erste Nacht auf Bali verbringen.

Ankunft ins Hotel Amed:

Am nächsten Morgen riefen wir dann in unserem Hotel in Amed an, man hatte sich mit dem Datum geirrt und uns wurde mitgeteilt, dass der Fahrer sofort starten würde und mittags bei uns sei. Wir haben es dann positiv gesehen und fanden es letztlich schöner, die zweieinhalbstündige Fahrt tagsüber zu erleben statt spätabends. Da wir noch Zeit hatten, haben wir uns die Umgebung des Hotels angeschaut, es war nicht allzu lebhaft, aber doch etliche Hotels, Restaurant, Geschäfte und Reiseagenturen. Für einen längeren Aufenthalt hätte es uns dort nicht gefallen.
Mittags kam unser Fahrer vom Hotel Amed Cafe und dann ging es los in Richtung Nordosten. Während der Fahrt bekamen wir einen ersten Eindruck von Bali und wir waren voller Erwartung, wie es uns in Amed wohl gefallen würde.
Der erste Eindruck vom Hotel war gut, es war alles im balinesischen Stil eingerichtet und dekoriert, die vielen tropischen Pflanzen schufen eine angenehme Atmosphäre. Unser Bungalow war oberhalb des Pools und schön ruhig gelegen. Das Restaurant war direkt am Strand, dort haben wir auch oft gegessen, es war preiswert, sehr gut und die Auswahl war reichhaltig.

Die ersten Tage haben wir teilweise am Strand verbracht, die Schnorchelmöglichkeiten waren einfach Spitze! Direkt vor dem Hotelstrand ist ein wunderschöner Korallengarten. Hier fanden wir noch eine intakte Unterwasserwelt! Aber nur auf der Liege faulenzen wollten wir nicht, sondern auch unseren Urlaubsort kennen lernen.
Amed besteht aus einigen kleinen Hotels und Bungalowanlagen, Tauchshops und Warungs, so heißen auf Bali die einfachen, landestypischen Restaurants. Am Strand lagen Fischerboote, die ein malerisches Bild boten. Im Dorf wurde auch ein wenig Landwirtschaft betrieben. Die traditionelle Salzgewinnung hat hier eine wichtige Bedeutung. Das Salz wird durch einen einfachen Verdunstungsprozess gewonnen, wie schon seit Generationen. Nach dem ersten Spaziergang war uns klar, dass wir den richtigen Urlaubsort gewählt hatten.

Ostbalitour:

Unser Hotel hatte eine Reihe von Ausflügen im Angebot und wir entschieden uns für die Ostbalitour. Sie führte uns als erstes an den wunderschönen Reisterassen vorbei. Dass es so viele Grüntöne gibt! Die Landschaft sah aus wie hingemalt! Wir haben immer wieder angehalten, um Fotos zu machen.
Unser erstes Ziel war Tirtagangga (heiliges Wasser vom Ganges). Der königliche Wasserpalast wurde 1947 vom letzten König von Karangasem erbaut. Wir wurden von einem freundlichen Guide angesprochen, der uns viel über Tirtagangga erzählt hat, ich hatte den Eindruck, er kannte jede einzelne Statue und jede Blüte. Er erklärte uns, dass bei den Vulkanausbrüchen sehr viel zerstört worden ist, der letzte Ausbruch war 1963. Vieles ist aber restauriert worden, einige Figuren waren aber noch gut erhalten. Es war ein angenehmer Gang durch die Anlage mit den verschiedenen Wasserbecken, die Atmosphäre war still und friedlich.
Ringsherum wuchsen viele tropische Pflanzen, der Guide hat uns einige gezeigt und erklärt. Meine Lieblingsblume, die Heliconia, konnten wir auch bewundern. Hinter dem Wasserpalast ging es in die Reisfelder, dort konnten wir einen herrlichen Spaziergang genießen, das Umland von Tirtagangga ist wunderschön.
Der Guide hat uns auch einiges über den Reisanbau erzählt, wir konnten aber auch aus der Nähe sehen, wie hart die Menschen hier in der Landwirtschaft arbeiten. Was für uns schön aussieht, bedeutet schwere körperliche Arbeit.

Die nächste Station unserer Tour war die Bezirkshauptstadt Amlapura. Dort konnten wir einen sehr ursprünglichen Markt erleben. Wir waren sehr froh, dass wir unsere Fahrer voran ging, sonst hätten wir uns in dem Gewirr glatt verlaufen. Es war kein Touristenmarkt, die Einheimischen kauften dort ihre Waren für den täglichen Bedarf ein. Wir haben eine interessante Frucht entdeckt, dunkel mit einer rauen Schale. Uns wurde erklärt, dass diese Frucht „Salak“ heisst. Das helle Fruchtfleisch schmeckte sehr lecker, ein wenig wie Aprikose.
Nach dieser Stärkung ging es zum nächsten Köngispalast in Amlapura, dem Puri Agung. Besonders beeindruckend fanden wir den Eingangsbereich, wir konnten viele Bilder der königlichen Familie betrachten. Dann schauten wir uns in der Nähe von Amlapura noch einen königlichen Wasserpalast an, den Puri Taman Ujung.
Die weitere Strecke zog sich über eine Bergstraße in Richtung Sereya, wir durchquerten kleine ursprüngliche Dörfer, die Strassen waren kurvig und teilweise sehr eng. Unseren Fahrer konnten wir nur bewundern! Dann ging es wieder in Richtung Küste, wir sahen einen menschenleeren Strand und eine kleine Felseninsel. Sie heißt Gili Selang.
Zum Abschluß unserer Tour gelangten wir über den kleinen Ort Lipah zurück nach Amed. Da gibt es noch einen Aussichtspunkt, wir haben einen wunderschönen Blick auf den Strand mit den Fischerbooten.

Balinesische Spezialität: Babi Guling

Den Abend haben wir in einem kleinen Warung neben unserem Hotel verbracht. Wir probierten zum ersten Mal Babi Guling, das ist balinesisches Spanferkel. Ich hatte davon im Reiseführer gelesen und war gespannt, wie es zubereitet wurde. Uns wurden eine sehr knusprige Schwarte, eine Schweinefleischspieß und Scheiben von dem Fleisch serviert, dazu eine tolle Soße und den obligatorischen Reis. Als Nachtisch gibt es auch etwas Besonderes und zwar schwarzen Reispudding, er schmeckte sehr interessant.
Zur Unterhaltung gab es Gitarrenmusik, die Stimmung war einfach schön! Der Gitarrespieler sprach uns dann an, ob wir mit ihm eine Tour machen wollten. Das wollten wir sehr gerne, mit ihm sollte es dann nach Ubud gehen.

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Foto: Bali Beach

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