Sagenumwobenes Urlaubsziel Die Osterinsel

Sie ist eine der sagenumwobensten Plätze der Welt: die Osterinsel. Das wenige Kilometer vor der Küste Chiles mitten im Pazifischen Ozean gelegene Eiland ist mit nur 3.791 Einwohnern zugleich einer der einsamsten Orte der Welt.
Politisch gehört die vegetationsarme knapp 170 Quadratkilometer kleine „Isla de Pascua“ zu Chile. Ein Grossteil der Insel mit subtropischem Klima ist geprägt von vulkanischer Landschaft mit steinigen, grasbewachsenen Flächen. Weltweit bekannt ist die Osterinsel vor allem wegen seiner monumentalen Steinskulpturen. Seit 1995 ist die Insel als Nationalpark „Rapa Nui“ Teil des UNESCO-Welterbes.

Die sogenannten „Moai“ sind das grösste Aushängeschild der Insel. Als Folge von den Kämpfen rivalisierender Stämme, die nach einem Sieg über ihre Feinde deren Steinköpfe als Symbol ihrer Herrschaft umwarfen, liegen viele der Steinbauten nun mit dem Gesicht auf der Erde. Der Legende nach sollten die zuletzt eingewanderten „Kurzohren“ die ganze Halbinsel Poike von herumliegenden Steinen säubern, was zu einer blutigen Schlacht führte, in der die alteingesessenen „Langohren“ fast völlig vernichtet wurden. Mit ihnen ging auch die alte Kultur zugrunde. Die grösste Statue ist fast zehn Meter hoch und wiegt fast 100 Tonnen. Moai symbolisierten Verstorbene und waren Träger von Mana, machtvoller geistiger Energie. Etwa 900 dieser Steinkolosse wurden aus dem weichen Tuffstein des Vulkans Rano Raraku geschlagen.

Die Landung der ersten Passagiermaschine auf dem Flughafen war der Beginn des Tourismus auf der Osterinsel. Für die Unterbringung von Touristen stehen auf der Insel, die auch über einen Hafen für kleine Boote verfügt, sowohl Privatquartiere als auch einige Hotels zur Verfügung. Da die Bevölkerung heute überwiegend vom Tourismus lebt, gibt es auf der Insel zahlreiche Reiseführer, die den Touristen in vielen verschiedenen Sprachen – auch auf Deutsch – die Sehenswürdigkeiten der Insel nahebringen.
Einer der beliebtesten Anlaufpunkte ist der „Ranu Raraku“ – die Geburtsstätte der Moais. An den Hängen des Vulkanes und rund um den Kratersee stehen oder liegen über 300 Statuen. Unweit davon steht an einer Meeresbucht der Ahu Tongariki, die grösste Zeremonialplattform Polynesiens mit 15 wieder aufgerichteten Statuen.

Ein Muss für Osterinsel-Touristen ist der Besuch von „Te Pito o te Henua“ – einer zeremoniellen Anlage rund um einen kugelförmigen Stein, dem Esotheriker magische Eigenschaften zuschreiben. Rund um die ovale, glattgeschliffene Steinkugel sitzen desöfteren Touristen und meditieren. Einer Legende nach kam „Te Pito“ mit König Hotu Matua’a und den ersten Siedlern von Hiva zur Osterinsel.