Teurer Urlaubsspass für Raucher!

Da freut man sich auf heisse Tage, laue Nächte, Cocktails am Strand und dazu eine Genuss-Zigarette. Vergessen Sie‘s!
An vielen Traumzielen herrschen nämlich strikte Rauchverbote. Wer es trotzdem wagt, zum Glimmstängel zu greifen, muss mancherorts mit drakonischen Strafen rechnen, daher macht es Sinn sich schon im Vorfeld über die jeweiligen Bestimmungen im Urlaubsland zu informieren.

Italien:

Relativ milde geht es noch in Italien zu. Zwar herrscht auch hier Rauchverbot in öffentlichen Gebäuden und Verkehrsmitteln. Am Strand darf man jedoch noch unbehelligt qualmen. Doch die Tendenz geht auch hier zum Zigaretten-Bann. Bibione startete unlängst ein Versuchsprojekt und deklarierte knapp tausend Quadratmeter Sandfläche zum Nichtraucher-Strand. Da es sich jedoch um keine offizielle Verordnung handelt, müssen Sonnenanbeter bei Verstössen keine Strafe fürchten.

Spanien:

Die Spanier greifen wesentlich härter durch: Seit 2. Januar 2011 gilt hier das strengste Rauchverbot Europas. Auch auf Spielplätzen darf jetzt nicht mehr gequalmt werden und Krankenhäuser verzichten künftig über Zonen für Raucher. Wer trotzdem zur Zigarette greift, wird mit bis zu sagenhaften 600.000 Euro zur Rechenschaft gezogen.

Australien:

Australien geht mit Rauchern ebenfalls streng ins Gericht. An den meisten Stränden, auf Spielplätzen und in waldbrandgefährdeten Bereichen ist das Qualmen untersagt. Wer sich nicht daran hält, muss schon mal 10.000 Australische Dollar, also umgerechnet mehr als 7.200 US-Dollar, hinblättern. Wiederholungstäter kostet ihre Unbelehrbarkeit gar das Doppelte.

Singapur:

Singapur ist bekannt dafür, mit besonders strengen Gesetzen für Recht und Ordnung zu sorgen. Wer beispielsweise Müll auf die Strasse wirft, wird mit bis zu 1.000 Singapur Dollar (1.725 Euro) zur Kasse gebeten. Genauso viel müssen Raucher blechen, die das seit 1989 bestehende Verbot in öffentlichen Verkehrsmitteln und Gebäuden missachten. Dafür darf in vielen Nachtclubs weitergequalmt werden.

Portugal:

In öffentlichen Gebäuden sowie Gaststätten ist das Rauchen nahezu in ganz Europa verboten. Da macht auch Portugal keine Ausnahme. Zwar existiert die theoretische Möglichkeit, in Restaurants einen abgetrennten Bereich für Raucher zu schaffen. Doch das können sich die meisten Wirte nicht leisten. Werden Gäste mit Glimmstängel erwischt, müssen die Delinquenten bis zu 750 Euro zahlen.

USA:

Wenn man sich als Raucher so richtig schäbig fühlen möchte, sollte man unbedingt die USA bereisen. Rauchverbote werden hier je nach Bundesstaat zwar unterschiedlich gehandhabt. Doch gut hat es der Zigarettenliebhaber auf US-amerikanischem Boden nirgends mehr. Im Staat Kalifornien ist das Rauchen selbst auf Veranstaltungen unter freiem Himmel sowie am Strand verboten. New York City verabschiedete jüngst ein Gesetz, das Rauchen auch in Parks untersagt. Bei Nichtbeachtung werden bis zu 250 Dollar (176 Euro) fällig.

Deutschland:

Doch wer jetzt überlegt, seinen Urlaub lieber in heimischen Gefilden zu verbringen, sei gewarnt: Auch in Deutschland muss man tief in die Tasche greifen, wenn man Rauchverbote missachtet. In Sachsen drohen mit bis zu 5.000 Euro die höchsten Geldstrafen. Doch auch in den meisten anderen Bundesländern sind Bussgelder von bis zu 200 Euro zu erwarten.