Urlaub auf malerischen Bermudas Islands

Welche Attraktionen bietet Bermuda und wie kann man sie am besten erreichen? Hier finden Sie viele Insider-Tipps.

Nur rund 1030 km von der Ostküste (North Carolina) der USA entfernt, ist Bermuda ein unter Europäern noch wenig bekanntes aber dennoch sehr lohnenswertes Reiseziel. Ein Kurzbesuch der überschaubaren Inselgruppe bietet sich besonders während eines Aufenthalts an der Ostküste der USA an, ein verlängertes Wochenende reicht bereits für einen umfassenden Eindruck aus. Unter anderem von Boston, New York und Philadelphia gibt es Direktflüge, die die Inseln in knapp zwei einhalb Stunden erreichen.

Ankunft auf Bermuda:

Reisenden, die sich Bermuda mit dem Flugzeug annähern, bieten sich einige Sekunden der Vorfreude, in denen sie den Küstenstreifen in schillernden Blau- und Türkistönen und die einfarbig kalkweissen Hausdächer aus der Luft bewundern können. Erst einmal am Boden, sollten sich besonders junge Alleinreisende auf ausführliche Fragen am Einwanderungsschalter bereit machen. Diese dienen der Sicherheit, da die Insel häufig vom Drogenhandel betroffen ist. Obwohl Bermuda britisches Überseegebiet ist, dürfen EU-Bürger keinerlei bevorzugte Behandlung erwarten und müssen Immigrationsbogen als auch Zollbescheid ausfüllen.

Die Insel mit Bis, Taxi und Fähre erkunden:

Die entlegene Insel mit ihren gut 60.000 Einwohnern weist ein hervorragendes Netz an öffentlichen Verkehrsmitteln auf. Ein Taxi vom Flughafen nach Hamilton, der Inselhauptstadt, kostet um die 30$ (die offizielle Währung auf Bermuda ist der Bermuda Dollar, es wird jedoch auch ausnahmslos der US Dollar akzeptiert, der in seinem Wert dem Bermuda Dollar gleichgestellt ist).
Wer nur wenig Gepäck hat, kann statt Taxi Bus Nummer 1, 3, 10 oder 11 nehmen, der gegenüber des Flughafen Terminals hält und direkt nach Hamilton fährt (Dauer etwa 40 Minuten). Eine Einzelfahrt kostet 3-4,50$. Am Busbahnhof in Hamilton empfiehlt es sich, einen Buspass für die Länge des Besuchs zu kaufen, also beispielsweise für zwei oder drei Tage beziehungsweise eine Woche. Für zwei Tage kostet der Pass 20$.
Sowohl Taxi -als auch Busfahrer auf der Insel sind sehr zuvorkommend und versuchen generell nicht, sich an unwissenden Besuchern zu bereichern. Insbesondere Taxifahrer geben gern Auskunft über alle Sehenswürdigkeit und kennen sich in der Regel mit Öffnungszeiten verschiedener Attraktionen aus. Taxis operieren mit Taximeter.

Autovermietungen gibt es nicht, es können lediglich Motorroller gemietet werden – auch ohne Führerschein! Doch Vorsicht, entsprechend wird auch meistens gefahren, und zusätzlich gibt es wie in Grossbritannien Linksverkehr! Die gesamte Insel lässt sich jedoch ebenso gut per Bus oder eventuell Taxi erforschen. Zu Fuss entlang der Hauptstrassen zu spazieren bleibt den Mutigsten vorbehalten, denn Bürgersteige gibt es kaum und der Verkehr ist rege und rasant.

Eine Kurzaufenthalt auf Bermuda optimal nutzen:

Wer nur zwei Nächte auf Bermuda verbringt und dennoch die verschiedenen Inselteile erforschen möchte, sollte eine Unterkunft in Hamilton oder seiner Umgebung buchen. Die Hauptstadt selbst bietet wenig Attraktionen, ist jedoch ein guter Ausgangspunkt für Erkundungen und hat eine Vielzahl verschiedener Restaurants.
Empfehlenswert wegen der günstigen und schönen Lage sind Hotels entlang der Ostküste, zum Beispiel bei Grape Bay Beach oder Elbow Beach, die sich etwa zwei km von Hamilton entfernt befinden.

Hamilton sollte man zumindest eine Stippvisite abstatten, wobei Rathaus, Kathedrale und Parlament praktischerweise direkt in einer Strasse liegen, der sogenannten Church Street. In derselben Strasse liegt auch der Busbahnhof, von wo aus man sowohl die Nord –als auch die Südspitze der Insel in weniger als einer Stunde erreichen kann. Wer der Hauptstadt schnell überdrüssig wird, dem bietet sich die Möglichkeit, das europäisch anmutende St. George mit seinen kleinen bunten Häusern und Gässchen zu besuchen. Bus 1, 3, 10 oder 11 brauchen bis St. George höchstens 50 Minuten. Unterwegs kann man entspannt die abwechslungsreiche Küste mit kleinen, zerklüfteten Inselchen und schillerndem, mehrfarbigen Wasser bewundern sowie die gemütlichen Häuschen mit ihren weissen, gestuften Dächern. Wer in St. George zu Mittag oder Abend essen möchte, wird schnell entlang der kleinen Einkaufsstrasse direkt am Meer fündig.